Freitag, 4. April 2014

Sticken mit der W6 N6000 FREEBIE STICKDATEI .dst

So, 
mal Hand auf's Herz. Wenn man 600€ geblecht hat, damit die Nähmaschine auch sticken kann, was macht man dann? In aller Ruhe auspacken und erst mal alles andere in Ruhe testen, wenn man ein Stickmuster braucht hat man ja jetzt welche. So oder so ähnlich in einem Paralleluniversum ;) Ich musste natürliche dringend ausprobierten!

Zuerst habe ich dafür eine Spule mit Bobbinfill voll gemacht, das ist dünner und wird als Untergarn zum Stickem empfohlen.




Die Stickeinheit hat ihr eigenes Display und nachdem ich ein Youtube Video gesehen hatte und mal einen kurzen Blick in die Anleitung geworfen habe war das auch alles ganz einfach einzurichten.


Mithilfe dieser Plastikschablone soll das positionieren des Musters ganz einfach werden. Also so rein theoretisch. Ich habe den Bogen noch nicht ganz raus, ich kann damit zwar die Position checken aber punktgenaues einspannen, ohne den Stoff zu verziehen ... uiuiui... das braucht Übung glaube ich.




Zunächst wollte ich erstmal wissen, wie einfach man das Leben haben kann. Also einfach mal einen Rest Fleece in den Rahmen gespannt und ohne Vlies ab die Post.



Dieses Motiv ist ab Werk dabei und einfarbig schick zum Verzieren von Gewandung.


Und dann nochmal ein Härtetest: eine Lage Bomull von Ikea ohne Vlies. Einfach in den Rahmen und gib ihm. Motiv ebenfalls ab Werk.



Wirklich klasse geworden und toll programmiert mit einer schönen 3D-Wirkung. Schwarz ist hierbei ein Stickgarn, rot ein normales Garn (beides ist im sog. Satinstich gestochen, daher merkt man das nicht soooo sehr).



Das rief zu einem Höhenflug auf. Also habe ich mich an ein Programm gesetzt (Embird ums genau zu sagen) und den normenden Droidi, den mein Herzblatt so liebt, seit ich ihm damit mal einen Pulli bedruckt hatte von Hand digitalisiert. Da das mit dem Sticken ohne alles so super war ginge so natürlich weiter. Rechts seht ihr dann, was passiert, wenn der Stoff verzogen ist, der Unerfaden irgendwo verknuselt und man noch nicht so recht der Knaller ist im Erstellen von Stickdateien, weil man ja gar nicht weiß, worauf es ankommt (außer dass es nicht mehr als 10.000  Stiche für die W6 sein dürfen).

Also ein bisschen geprokelt und rumgetestet und schon war eine bessere Droid-Datei erstellt und dann auch gestickt. Mit Ausreißvlies. Aber ich habe den Stoff wieder verzogen. Es wurde ein Droid auf windschiefer Handyhülle für das Note II (dabei sind wir beide Apple-Jünger und führen nur iMacs auf unseren Schreibtischen und ich auch sonst nur^^)

Rechts sieht man gut, dass der Droidi nicht mit Satinstich und nicht mit Stickgarn gemacht wurde, er ist leicht matt.



Was zum nächsten Punkt führt: Stickprogramme (ich dachte ja, dass das so heißt...) und Mac. Oder auch hklhfljhopjelrjioeuo8ch chuthuluuuuuuu.... Ist nämlich nicht drin. Total so zum vergessen und so. Gnarf. Ich hasse Windows. Ich war aber gezwungen mir eine Patrtition mit Windoof übers Boot Camp anzulegen um eine Software zu verwenden und selbst Stickdateien herstellen.

Auf dem Freeware-Markt sieht es da düster aus. W6 bietet eine Software für 450€ an (was auch nicht soooo teuer ist im Vergleich!). Für mich ging die Suche los. Es stelle sich heraus, dass ich da viel zu lernen habe.

Ersten mal, sind es keine Sticksoftwares. Es gibt sog. Digitalizer und Programme, mit denen man lediglich Dateien ändern kann und Programmen, mit denen man nur von Hand generieren kann. Und Mischungen. Ich bin noch auf der Suche nach dem heiligen Gral. Ich dachte mir das halt so: ich habe ein mehrfarbiges JPG. Und dann klicke ich auf "Stickdatei erstellen" und bekomme eben ein Bild, wie mit mehreren Lagern in Photoshop und jede Form enthält ihre Farbe etc. Wenns das in der Qualität gibt, dann wohl nur in der Industrie und nicht für meinen Geldbeutel. Bei mir gehts alles händisch. Aber dazu werde ich gern mal ein Video machen, wie ich mit verschiedenen Methoden bei Embird Stickdateien generiere. Auch die Füllmethoden musste ich erst kennenlernen. Da gibts viele Unterschiede und Effekte und wie man ebendiese nutzen kann. Aber ich kann sagen, nach einigen Tagen des Basteln, gelegentlichen googelns und viel rumprobieren werden die Ergebnisse gut. Nur langwieriger und umständlicher als ursprünglich gedacht ist es schon.

Man will ja nicht nur Pröbchen herstellen. Also habe ich eine Notizbuchhülle für ein abgrundtiefhässliches Buch von mir mit Kindermotiv gemacht und mithilfe des Rahmen markiert, wo ich den Stoff wie einspannen muss (auf der fertigen Hülle). Datei hatte ich vorher entworfen bzw. gezeichnet und dann digitalisiert und zur Stickdatei umgewandelt... blaaaaaaaa... interessiert doch niemanden...

 Die Maschine kommt mit einem Rahmen von 10x10cm. Ich finde das ist ok, nicht riesieg, aber größer braucht sie nicht, da sie eh nur 10.000 Stiche pro Datei packt. Wenn man mehr hat, müsste man die Datei splitten und Layern, also verschiedene Dateien nacheinander sticken. Werde ich mal ausprobieren und dann auch ein Video dazu machen. Um Stickvlies zu sparen, wenns nur ein Monogramm oder kleines Bildchen sein soll, kann man einen kleinen Rahmen, 4x5cm dazu kaufen zu knappen 15€, was ich zumindest vorhabe.



Hier seht ihr meine Datei, bzw. den Ausdruck, den ich gemacht habe, um die Positionierung zu checken. 

Unten seht ihr dann mein Stickergebnis. Ich war ja stolz wie Bolle. Oder Oskar. Ich bin da nicht wählerisch.



Da ich ja eher so der monochrome Typ bin, hat es sich hier gelohnt, dass ich einen 10er Pack gemischte Garne mutbestellt hatte. Mit denen kam ich gut klar, kein einziger Faden gerissen, fusseln nicht übermäßig und verhalten sich auch gestickt gut, sind halt leicht matt und keine Stickgarne.





Die Maschine kommt mit über 100 vorgespeicherten Dateien, die über Nummern aufgerufen werden können. Was ja grundsätzlich total super ist. Wenn ich werdende Mutter wäre. Oder Mutter. Oder ein Faible hätte, niedliche Sachen auf Strampler, Hosen und Co zu sticken. Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber bei der Ausbeute ab Werk bleibt die normale Frau, die es vllt etwas hübsch oder dekorativ mag weitgehend auf der Strecke. Da mussten für mich schon eigene Dateien her (es gibt ja auch welche zu kaufen).



Erst auf der letzten Seite wurde es für mich interessant. Die Motive 1 und 2 in der zweiten Reihe sind brauchbar, die anderen möglicherweise in anderen Farben. Aber ich denke, im privaten Sektor, sind es hauptsächlich Muttis, die für Kiddies nähen, die sich so einen "Schnickschnack" wie eine Stickmaschine leisten. Ich möchte damit eher Korsetts und Mittelalterkleidung gestalten und verschönern. Aber ein bisschen mehr für den allgemeinen Anwender dürfte schon, oder Bilde ich mir das ein?



Und zum Abschluss nun etwas für euch :)

Ich habe mich schön lange mit den Programmen gequält und ihr bekommt hier nun zum Download eine Freeby-Stickdatei im .dst Format zum selber sticken!





Kommentare:

  1. Hallo!
    Habe gerade deinen Blog entdeckt.
    Ich finde es super toll, dass du dir die Zeit nimmst und uns Lesern die W6 N6000 detailliert vorstellst.
    Ich liebäugle auch schon mit der N6000 und hoffe, dass ich sie mir dieses Jahr kaufen kann.
    Bis dahin werde ich deine Berichte interessiert verfolgen.
    Dein Freebie habe ich mir schon mal abgespeichert. Ist klasse geworden! ;-)
    Vielen Dank dafür & liebe Grüße
    *zocha* von zocha-naeht.blogspot.de

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  2. Hallo,
    danke für die Erläuterungen und Erklärungen! Gehe auch schon eine Weile schwanger mit dem Gedanken mir diese Maschine zu kaufen. Die Auswahl der mitgelieferten Schnittmuster hat mich auch bisher noch abgeschreckt - obwohl ich hauptsächlich vorhabe, für meine Kinder zu nähen. Aber selbst für meinen dreijährigen sind die Motive zu "baby". Bei Brother sieht das besser aus. Aber eben auch für mehr Geld. Und für 300 Euro kann man sich ne Menge Stickmuster kaufen glaub ich... Dachte auch dass ich um das Digitalisierungsprogramm von W6 nicht drumrum komme - aber wie du schreibst scheint es ja Alternativen zu geben....
    Also Danke nochmal!
    Viele Grüße
    Susi

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  3. Hallo,
    danke für Deine klare Erklärung der W6 Stickdateien. Da würden mir Motive wie Schlange, Musik, maritime Motive, keltische Motive usw. gefallen. Noch habe ich keine W6 6000, aber ich werde mir nach den Erklärungen auch das Programm kaufen oder eine W6 N 3300 und eine Stickmaschine z. B. von Brother. Bei dem Preis habe ich noch Zeit bis zum Kauf. Schade finde ich auch, dass man die Motive nicht vergrößern kann, wie z.B. die Buchstaben. Hoffentlich kann ich bald wieder etwas von Dir lesen. Hat mir sehr gut gefallen.
    Viele Grüße
    Bea

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  4. Vielen Dank für die ausführliche Vorstellung dieser Kombimaschine.
    Liebe Grüße Olga

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  5. Hallo, ich habe seit einem halben Jahr diese Maschine und eigentlich auch alles Zubehör mitgekauft. Nun habe ich nur den weißen Unterfaden gekauft und meine Stickversuche sind nicht 100%ig. Ich habe immer den Unterfaden oben mit zu sehen. Ich habe schon verschiedene Stärken an Stickfilz und Stickflies genommen, leider ohne Erfolg. Welches Stickgarn verwendest du? Welche Einstellung machst du bezüglich der Oberfadenspannung?
    Ich brauche dringend Rat.
    Liebe Grüße Carina

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    1. Hallo Carina,

      ich besitze keine Stickmaschine, interessiere mich aber für die W6 N 6000 und habe mir deshalb schon
      mehrere Videos dazu angesehen. Guck doch mal auf die Homepage von W 6, da gibt es ein Video in dem erklärt wird, was man tun muss, wenn der Unterfaden oben zu sehen ist. Das liegt dann an der Fadenspannung, die man anders einstellen muß. Hoffe, dass ich Dir helfen konnte!

      Liebe Grüße von Conny

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  6. Hallo, bin zu fällig auf deine Seite gekommen,und finde deine Erklärungen gut. Doch leider kann ich mich nicht dem anschließen das der 10x10 Rahmen reicht da es viel zu schöne Stickmuster gibt die über 10000 Stiche gehen und wir davon nichts gebrauchen können. Da ich nicht weiß wie man es um ändern kann oder halt splittet bleiben solche Muster für mich auf alle Fälle unerreichbar. PS Dein Freebee kann man nicht runter laden. da bekomme ich nur ein Bildschirmbild ?????????????

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